Hier kommt Elli

Hier kommt Elli

Es ist an der Zeit, euch meinen Camper vorzustellen, mit dem ich bereits seit dem 14.10.2019 on the Road bin. Mit Elli, meinem Mini-Wohnmobil oder Van, fahre ich Richtung Südspanien getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Das Vanlife wird zukünftig u.a. Thema auf meinem Blog sein, aber zunächst möchte ich Elli vorstellen.

Camper Vanlife Spanien

Vorbereitungen

Die Wohnung hatte ich bereits gekündigt, den Job nun auch an den Nagel gehängt und mein Hab und Gut schon seit Längerem reduziert. Reisen wollte ich, das erste Mal open end! Wär ich nicht Alleinreisende, wär ich am liebsten trampend mit Zelt losgezogen. Schließlich fiel die Wahl auf ein Mini-Wohnmobil, eine sicherere Art zu Reisen. Gleichzeitig minimalistisch und dennoch luxuriös, denn du hast zwar die nötigen alltäglichen Dinge im Gegensatz zum Backpacking dabei, aber eben in abgespeckter Form.
Ein paar Wochen hat es gedauert, bis ich den für mich richtigen Van gefunden hatte. Einer mit Aufstelldach sollte es sein: Klein, um mobil damit zu sein, aber doch so groß, um darin stehen zu können. Die Wahl fiel auf Elli, ein 28 Jahre alter Ford Transit Nugget. Weitere zwei Monate habe ich für die individuellen Umbaumaßnamen inkl. Elektronik gebraucht. Wer mehr Vorlaufzeit hat, dem rate ich, sich selbst einen Van nach den individuellen Wünschen auszubauen.

Vanlife Sommerverlängerung Spanien
An den grünen Markierungen habe ich übernachtet, die roten besucht

Der Weg

In die Sonne sollte es gehen, das stand von Anfang an fest! Dem Winter in Deutschland entfliehen, eine Sommerverlängerung! Die Route stand fest: Durch Frankreich nach Spanien, weiter nach Portugal und wieder zurück nach Deutschland.

Der Weg führte mich bisher durch den Osten Frankreichs nach Spanien. Seitdem fahre ich meistens die Küste entlang. Da ich keine Eile habe, bin ich sehr langsam unterwegs. Einzig die kälter werdenen Temparturen zwingen mich weiter Richtung Süden zu fahren und spannende Orte auszulassen. Wenn ich im Süden Spaniens angekommen bin, werde ich vermutlich direkt weiter Richtung Portugal fahren. Dort geht’s dann die Küste entlang, durch den Norden Spaniens und den Westen Frankreichs wieder nach Deutschland.

Einen Campingplatz habe ich noch nie angefahren, ich stehe immer frei. Das würde weder in mein Budget passen, noch entspricht das meiner Art zu Reisen. Da ich jeden Tag ein Stückchen weiter gen Süden fahre, stehe ich jede Nacht woanders.
Nun komme ich aber zum Camper selbst!

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Vanlife Sonne Meer Klippen

Schlafen

Mein Schlafplatz ist mit 120 x 200 cm direkt unter dem Aufstelldach. Dazu muss ich das Dach aufstellen, wie der Name schon sagt. Die Aussicht von da oben kann (durch zwei Seitenfenster) schon herrlich sein. Mit einem Tritthocker kommt man dort ganz leicht hoch. Wenn es allerdings extrem kalt, laut oder windig ist oder ich mich in der Gegend nicht 100% sicher fühle, schlafe ich unten. Dazu können die zwei Sitze zum Bett umfunktioniert werden. Leider ist es auf den Sitzen nicht sehr bequem. Als ich los fuhr, hatte ich nicht bedacht, dass unten schlafen eine Option sein könnte. Dafür ist’s dann oben umso schöner!

Küche

Meine Küche hat wohl die meisten Änderungen erfahren. Eine neue Arbeitsplatte, ein neues Spülbecken sowie ein Induktionsfeld habe ich verbaut. Das Kochfeld läuft über Strom, das von den Solarpanels auf dem Dach kommt. Die Gasflasche mit Gaskochfeld und Gasheizung der Vorbesitzerin habe ich komplett ausgebaut. Seither verzichte ich allerdings auch auf eine Heizung! Das Fach, in dem die Gasflasche stand, habe ich von vorne aufgesägt und zu meinem Lebensmittelschrank erklärt.

Vanlife Küche Induktion

Essensplatz

Ich habe einen Tisch, welchen ich drinnen vor den zwei Sitzen oder draußen an der Schiebetür in die Sonne sowie im Heck im Schatten einhaken kann. Um draußen zu sitzen gibt es zwei Stühle im „Kofferraum“.

Vanlife minimalistisch Roomtour

Wäsche waschen

Wäsche muss ich etwa alle 12-14 Tage waschen. Ich habe mir angewöhnt, früh morgens in den Waschsalon zu fahren, damit die Wäsche noch am selben Tag von der Sonne trocknet. I.d.R. fahre ich dafür an einen Platz mit Zaun oder ähnlichem, um die Wäsche mit Wäscheklammern und Kleiderbügeln aufzuhängen. Das, was bis zum Sonnenuntergang nicht trocken sein sollte, findet auf der Wäscheleine im Wagen Platz. Wenn ich nicht fahre, breite ich alles im Fahrerhaus aus, da es dort am schnellsten trocknet.

Vanlife Wäsche trocknen

Duschen

Die beste Zeit zu Duschen ist am Nachmittag, wenn die Temperaturen angenehm sind, sich auszuziehen 😀 Dazu wärme ich bereits vorher Wasser im Fahrerhaus auf. Zusätzlich koche ich warmes Wasser auf dem Herd auf. Geduscht wird im Heck, meist im Bikini, wenn man nicht ganz ausschließen kann, dass dort Leute rum laufen könnten. Hierfür kommt eine Tauchpumpe mit Duschbrause in einen kleinen Eimer. Dieser langt, mich komplett mit Haaren zu waschen. Mit der Zeit bekommt man raus, wie man Wasser sparen kann. Denn kleine Wassertanks bedeuten öfter Wasser auffüllen und weniger lange frei stehen.

Vanlife duschen im Heck

Toilette

Nicht ganz unerwähnt soll die Toilette bleiben. Es gibt ein Porta Potti, welches beim Kauf des Wagens (unbenutzt) mit dabei war. Ich betreibe es OHNE Chemie! Man kann eine Kappe biologisch abbaubaren Weichspüler für den Geruch hinzugeben. Würde ich noch einmal neu planen, würde es eher eine Trenntoilette werden.

Vanlife Roomtour Ford Transit Nugget
Dezent links im Bild die Toilette, oben die Wäscheleine

Fahrerkabine

Die Fahrerkabine gibt’s auch noch, denn eigentlich reden wir ja von einem Fahrzeug! Wie bereits angesprochen ist hier der Raum, Dinge aufzuwärmen oder zu trocknen. Das klappt deshalb so gut, weil ich den Wagen wegen der Solarpanels im besten Fall mit der Schnauze Richtung Sonne stelle. Der Beifahrersitz dient meist der Bettwäscheaufbewahrung. Der Sitz kann aber auch dank einer Drehkonsole komplett in den Innenraum gedreht werden, der Fahrersitz wegen des Lenkrads nur zum Teil. Ansonsten hat das Fahrerhaus Thermorollos, die bereits beim Erwerb am Wagen installiert waren.

Ford Transit Nugget Fahrerkabine

Elektronik

Auf dem Dach befinden sich drei Solarpanels mit insgesamt 330 Watt. Das ist eine Menge! Ich benötige auch nur soviel, weil ich damit koche. Anfangs bin ich mit einem Panel mit 180 Watt losgefahren. Das hat oft nicht zum Kochen gereicht. Nachdem es in Frankreich ständig kalte Küche, also Baguette, gab, habe ich dort die anderen Panels nachgerüstet. Natürlich gibt es sowohl eine Batterie, die den Strom speichert, als auch einen Solarladeregler und einen Wechselrichter, um 230 Volt-Strom zu erhalten.

Du darfst dich schon über weitere Artikel mit Elli freuen.

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