11 nachhaltige Alternativen zum Roadtrip

11 nachhaltige Alternativen zum Roadtrip

  • Lesedauer:15 min Lesezeit
  • Beitrags-Kategorie:Ratgeber

Seit Pandemiebeginn ist ein regelrechter Hype um den Camperausbau entstanden. Die Zahl der Neuanmeldungen für Reisemobile stieg im Jahr 2020 um 44,8 % zum Vorjahr an. Dabei ist ein Roadtrip, das Reisen mit einem Campervan, alles andere als klimafreundlich. Lies weiter, um zu erfahren, was es für nachhaltige Alternativen zum Roadtrip gibt.

Welche nachhaltigen Alternativen zum Roadtrip gibt es, grünen Urlaub zu machen?

Ursprünglich wollte ich darüber schreiben, inwieweit ein Roadtrip nachhaltig ist. Ute von Bravebird hat mir jedoch vorweg genommen:

„Reisen mit einem Auto ist in keiner Weise nachhaltig und damit weder ökologisch noch sozial gerecht.“

In ihrem Beitrag Warum Vanlife nicht nachhaltig ist, belegt Ute detailliert, dass weder die Herstellung des Campers noch die Abgase umweltfreundlich sind. Weiter geht sie auf die Folgen des Freistehens sowie auf die Auswirkungen des Camperbooms auf Umwelt und Mensch ein. Am Ende bringt sie Ideen an, wie Vanlife nachhaltiger gestaltet werden kann.

Genau hier schließt sich dieser Beitrag an. Lies weiter, um 11 nachhaltige Alternativen zum Roadtrip zu bekommen.

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #1: Fernwandern

Die älteste und einfachste Form des Unterwegsseins ist es, sich zu Fuß fortzubewegen. Am nachhaltigsten ist es, den Urlaub vor der Haustür zu beginnen. Das spart nicht nur CO2-Emissionen für die Anfahrt ein, sondern auch Zeit. Laufe einfach mal mit dem Rucksack auf dem Rücken los und entdecke die heimische Natur. Abwechslung verspricht der Mix aus Wäldern, Dörfern und Feldern. Für eine Fernwanderung muss man nicht zwangsweise Berge besteigen.

Durch das Wandern in mehreren Etappen spürt man die Verbundenheit zur Natur noch effektiver. Dieses Naturerlebnis bietet Erholung vom Alltagsstress. Für das entschleunigte Reisen solltest du Neugierde an deiner Umgebung mitbringen. Offenheit hilft dir, dich voll auf deine Umgebung einzulassen und auf Gewohntes mit anderen Augen zu blicken. Ganz nebenbei tust du deiner Gesundheit beim Fernwandern etwas Gutes. Abgesehen von entsprechender Ausrüstung, wird nichts weiter benötigt. Daher belegt das Wandern Platz 1 der nachhaltigen Alternativen zum Roadtrip.

Für eine mehrtägige Wanderung bieten sich zum Beispiel Fernwanderwege oder der deutsche Jakobsweg an. Inspiration für Wanderregionen innerhalb Deutschlands bekommst du hier.

Meine Tipps:

  • Trage unbedingt bequeme und bereits eingelaufene Wanderschuhe, um Blasen zu vermeiden.
  • Vermeide den typischen Anfängerfehler: Nimm so wenig wie möglich mit. Schließlich trägst du das Gewicht unentwegt mit dir herum.
Wandern Jakobsweg Hannover

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #2: Radreisen

Neben dem Fernwandern ist das Radreisen die klimaschonendste Art zu Reisen. Verglichen mit dem Wandern können auf einem mehrtägigen Fahrradabenteuer längere Distanzen zurückgelegt werden. Nicht nur Ausdauer und Kraft werden auf dem Drahtesel trainiert, sondern auch Koordination und Beweglichkeit. Wer sich auf den Sattel schwingt, genießt zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Da das Fahrrad das Körpergewicht trägt, werden vor allem die Knie beim Radeln entlastet.

Das Gepäck kann in Fahrradtaschen verstaut werden. Insbesondere Gepäckträgertaschen eignen sich für längere Radreisen.

Der Urlaub mit dem Fahrrad bietet sich vor allem entlang von Flüssen an. Eine Übersicht der Radwege in Deutschland für deinen Fahrradurlaub findest du hier.

Meine Tipps:

  • Eine gute Planung ist wichtig. Führe vorab einen Fahrradcheck durch und sorge für ausreichend Flickzeug.
  • Trete bereits im Alltag in die Pedale, um körperlich auf deinen Trip vorbereitet zu sein.

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #3: Trampen

Wenn wir ans Trampen denken, haben viele von uns ein Bild von einem jungen Menschen mit ausgestrecktem Daumen an einer Straße stehend im Kopf. Während es heutzutage eher unüblich ist, war das Trampen bis Ende der 1990er Jahre stark verbreitet. Beim Thema nachhaltige Alternativen zum Roadtrip verdient das Reisen per Anhalter jedoch Beachtung. Fahrzeuge fahren den Weg ohnehin, so dass CO2-Emissionen für den Mitfahrenden kaum ins Gewicht fallen.

Eine zwingende Bedingung für das Hitchhiken ist, viel Geduld mitzubringen. Von A nach B zu kommen, benötigt etwa ein Dreifaches an Zeit, da vieles nicht planbar ist. Manchmal wartet man sehr lange, hin und wieder auch erfolglos. Ein sympathisches Auftreten und ein gepflegtes Aussehen verhelfen zum Erfolg. Offenheit spielt eine wichtige Rolle, um damit umgehen zu können, wenn am Ende alles anders kommt als geplant.

Plane vorab, wohin du willst und welche Straßen zum Ziel führen. Stelle dich so hin, dass für AutofahrerInnen klar ist, in welche Richtung du möchtest. Im Idealfall können sie dich ein paar hundert Meter vorher sehen, damit sie die Möglichkeit zu halten haben. Stelle dich darauf ein, dass viele FahrerInnen dich mitnehmen, um deine Geschichte zu hören.

Sein Ruf ist viel schlechter, als das tatsächliche Risiko beim Trampen. Ich persönlich blicke nur auf positive Erfahrungen zurück. Zwei Monate bin ich durch Irland getrampt und habe stets aufgeschlossene Menschen kennengelernt. Tatsächlich nahmen mich die Iren oft mit, da sie der Auffassung waren, dass es sonst niemand anders tun würde.

Meine Tipps:

  • Ein gewisses Risiko in puncto Sicherheit bleibt – wie immer beim Reisen gibt es keine Garantie. Alleinreisende können bevorzugt bei Frauen, Paaren oder Familien einsteigen. Von zu knapper Kleidung rate ich ab. Unterhalte dich vorab mit dem Fahrer, höre auf dein Bauchgefühl und lehne notfalls einfach ab. Solltest du dich während der Fahrt unwohl fühlen, berichte, dass Freunde oder Familie von deinem Vorhaben wissen. Behalte auch dein Gepäck während der Fahrt im Blick.
  • Lade dir vorab Offlinekartenmaterial über die Strecke auf dein Smartphone. Stelle sicher, dass der Akku geladen ist. Nimm notfalls eine Powerbank mit.
  • Führe einen Edding und Zettel mit dir, um deinen Zielort aufschreiben zu können.

Weitere Tipps per Anhalter zu reisen gibt es hier.

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #4: Zelten

Bei einer Nacht im Freien spürst du die Verbundenheit mit der Natur. Ganz gleich, ob du das Zelten mit dem Fernwandern, Radreisen oder Trampen koppelst, es ist immer Abenteuerfeeling pur. Du bist flexibel und es kostet keinen Cent – wenn du nicht gerade auf einem Campingplatz zeltest.

Aber Achtung, Wildcampen im Zelt ist in Deutschland generell verboten. Vor allem in Naturschutzgebieten und Küstenregionen drohen hohe Strafen. Eine Grauzone bildet das Biwakieren, das Nächtigen im Schlafsack oder auf einer Luftmatratze unter freiem Himmel. Alle Infos sowie die Unterschiede zwischen den Bundesländern liest du hier nach.

Hinterlasse die Natur so, wie du sie vorgefunden hast. Neben deinem Müll nimmst du im Idealfall noch weiteren mit.

Mein Tipp:

  • Alle Tipps zum Thema Sicherheit beim Zelten findest du in meinem ausführlichen Beitrag Alleine Wildzelten.

Zelten deutscher Jakobsweg

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #5: Bahnreisen

Sich umweltschonend fortzubewegen und komfortabel zu Reisen schließt sich nicht aus. Ob mit Koffer oder Backpack, die Welt lässt sich bequem mit dem Zug entdecken. Während der Fahrt ziehen traumhafte Landschaften an dir vorbei. Auch Bahnreisen innerhalb Deutschlands wird immer beliebter. Günstige Preise findest du zum Beispiel mit dem Super Sparpreis der Bahn. Inzwischen ist auch das Streckennetz von Flixtrain gut ausgebaut, so dass ein Vergleich lohnt. Für längere Strecken sind Nachtzugverbindungen ideal. Auf dem Portal für Reisen im Nachtzug findest du Nachtzüge in Deutschland und Europa.

Meine Tipps:

  • Je weiter das Ziel entfernt, desto höher die Umweltbelastung. Setze daher auf nahe gelegene Urlaubs- und Reiseziele. Als Faustregel gilt, kürzere Reisen zu vermeiden und weniger oft zu reisen. Soll es dennoch ein weiter entferntes Ziel sein, bleibe dafür länger vor Ort.
  • Wer kurzfristig bucht, zahlt zum Teil deutlich höhere Preise als Frühbucher. Buche dir sofort ein Ticket, sobald deine Reiseplanung steht.

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #6: Fernbusreisen

Ein wenig klimafreundlicher als das Bahnreisen ist das Reisen mit dem Fernbus. Das Streckennetz wird ständig erweitert, so dass immer mehr Reiseziele angefahren werden. Europäische Ziele werden zum Beispiel von Eurolines und Flixbus bedient. Letzterer ist Marktführer für Busreisen innerhalb Deutschlands. Mit WLAN und Steckdosen bieten die Fernbusse den Fahrgästen immer mehr Komfort.

Es lohnt, die gewünschte Verbindung mit der Bahn zu vergleichen. Fernbusse benötigen für einige Strecken zum Teil deutlich länger. Dafür locken sie mit günstigen Preisen und können eine gute Alternative zum Bahnreisen sein.

Wer im Ausland reist, sollte sich beispielsweise in Unterkünften oder bei Einheimischen über die Fernbus-Möglichkeiten im jeweiligen Reiseland informieren.

Mein Tipp:

  • Generell gilt beim Reisen, dass deine CO2-Bilanz besser ist, umso leichter dein Gepäck ist. Überlege dir gut, was du benötigst und packe minimalistisch.

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #7: Nachhaltige Unterkünfte

Eine weitere nachhaltige Alternative zum Roadtrip stellen nachhaltige Unterkünfte dar. Bisher gibt es leider keine einheitliche Definition einer nachhaltigen Unterkunft. Nachhaltigkeitssiegel und Reiseportale legen in der Regel besonderen Wert auf den Umweltschutz. Beim verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen liegt der Fokus zum Beispiel auf eine sparsame Energie- und Wasserversorgung, den Einsatz von Bio- und regionalen Produkten und die Müllvermeidung und –trennung. Neben dem Umweltschutz spielt die soziale Komponente oftmals eine entscheidende Rolle, wie beispielsweise das Wahren von Traditionen und das Zahlen fairer Löhne.

Nachhaltigkeitssiegel

Die wenigen vorhandenen Nachhaltigkeitssiegel sind letztlich noch wenig verbreitet. Einige davon sind:

Viabono
Viabono wurde vom Bundesumweltministerium ins Leben gerufen, um den Urlaub in Deutschland zu fördern. In den Blick genommen werden die Aspekte Wasser, Abfall, Energie/ Klima und Lebensmittel.

CSR von Tourcert
Für die CSR-Standards (Corporate Social Responsibility) finden nicht nur Umweltaspekte, sondern vor allem soziale Aspekte sowie Freizeitangebote Berücksichtigung.

Green Globe
Für das Green Globe Umweltsiegel werden Energie, Abfall, Wasser und das soziale und gesellschaftliche Umfeld unter die Lupe genommen.

Travelife
Travelife schaut sich die Einflüsse auf Umwelt, Wirtschaft und Soziales genau an.

Nachhaltige Reiseportale

Good Travel
Good Travel berücksichtigt 5 Nachhaltigkeitskriterien: Architektur, Umwelt, Food, Sozial und Well-Being.

bookitgreen
Unterkünfte müssen mindestens 4 von 15 Nachhaltigkeitskriterien für bookitgreen erfüllen, um mindestens 1 von 5 grünen Blättern zu erhalten. Mit jeder Übernachtung wird ein Baum durch die Partnerorganisation Eden Projects gepflanzt.

Bio Hotels
Bio Hotels ist eine Vereinigung von Hotels, deren Schwerpunkt auf Bioqualität liegt. Neben Bio-Lebensmitteln und Lebensmitteln aus der Region wird Wert auf Bio- und Naturkosmetik gelegt. Darüber hinaus wird effizientes Ressourcen- und Energiemanagement betrieben. Soziale Komponenten, wie faire Arbeitsbedingungen, fließen ebenfalls mit ein.

Dies ist nur eine kleine Auswahl nachhaltiger Reiseportale. Eine Auflistung weiterer Reiseportale für nachhaltige Unterkünfte findest du hier.

Airbnb

Hinter der Plattform Airbnb steckt das Konzept, dass jede/r freien Wohnraum mieten und vermieten kann. So kann ein am Wochenende leer stehendes WG-Zimmer von jemandem genutzt werden, der/die sich die Stadt am Wochenende anschauen möchte. Der Ursprungsgedanke von Airbnb ist, den Kontakt zu Menschen vor Ort zu intensivieren oder auch Sightseeing-Tipps direkt von Einheimischen zu bekommen. Das reduziert beispielsweise den Ansturm auf überlaufene Sehenswürdigkeiten.

Leider ist die Plattform zunehmend kommerzialisiert, was dazu führt, dass Wohnraum für Einheimische knapper wird. Für einige Anbieter ist es lukrativer, z.B. eine Wohnung an Urlauber teuer zu vermieten, als dauerhaft an eine/n MieterIn.

Mein Tipp:

  • Prüfe bei deiner Suche, ob der Gastgeber mehrere Unterkünfte inseriert hat und lies die Bewertungen. Suche bewusst mit der Suchfunktion nach den Begriffen „nachhaltig“ und „umweltfreundlich“. Du kannst Airbnb auch kontaktieren und den Wunsch nach grünen Unterkünften mitteilen.

Nachhaltige Unterkünfte

Checke die Nachhaltigkeitssiegel und Kriterien der Reiseportale genauestens. Da es keine einheitliche Linie gibt, werden unterschiedliche Merkmale zugrunde gelegt. Bevorzuge generell lieber kleine Gästehäuser, Homestays und Ferienwohnungen anstelle von Hotels, die internationalen Ketten angehören. So bleibt dein Geld im Urlaubsland und du unterstützt die lokale Wirtschaft.

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #8: Mitfahrgelegenheit

Eine Mitfahrgelegenheit ist eine Art Fahrgemeinschaft bei Privatleuten in deren Privat-PKW unter Kostenbeteiligung. Die CO2-Bilanz wird über den Auslastungsfaktor durch die gemeinsame Nutzung eines PKWs verbessert. Mitfahrgelegenheiten können bequem über Online-Plattformen gebucht werden. Während BlaBlaCar inzwischen kostenpflichtig ist, lässt sich auf kostenlose Plattformen wie fahrgemeinschaft.de oder Mitfahren.de ausweichen.

Diese Alternative zum Roadtrip bietet die Möglichkeit, mit anderen Menschen schnell und unkompliziert in Kontakt zu kommen. Du kannst interessante Menschen kennenlernen und es können unterhaltsame Gespräche entstehen. Als Fahrerin hatte ich aber auch viele MitfahrerInnen, die kaum etwas gesagt haben. Also keine Scheu vor Mitfahrgelegenheiten, wenn du nicht so gesprächig bist.

Mein Tipp:

  • In Facebook-Gruppen wird man ebenfalls fündig, zum Teil auch in regionalen Gruppen.

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #9: Alltagsauto

Wer ohnehin ein Fahrzeug besitzt, kann sein Alltagsauto als nachhaltige Alternative zum Roadtrip nutzen und es zum Mini-Camper umfunktionieren. Selbst in einem kleinen PKW kann man schlafen, wenn man die Sitze umklappt oder ausbaut. Alternativ nimmt man ein Dachzelt oder man schläft im Zelt neben seinem Wagen. Um die CO2-Bilanz pro Kopf zu verbessern, sollte das Fahrzeug mit vielen MitfahrererInnen ausgelastet sein. Die ökologisch denkbar schlechteste Variante ist eine Person in einem großen Fahrzeug.

Meine Tipps:

  • Noch umweltverträglicher ist diese Variante, wenn du im Sinne von Carsharing einen Wagen z.B. mit Nachbarn, Freunden, o.ä. gemeinschaftlich nutzt.
  • Biete Mitfahrgelegenheiten an, um die Kapazitäten deines Autos voll auszuschöpfen.

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #10: Mietvan

Mieten von privat

Wenn es denn ein Roadtrip sein muss, dann miete dir ein Fahrzeug. Die nachhaltigste Variante ist, dir eins von privat zu mieten. Das lastet die Camper und Wohnmobile aus, die bereits angemeldet sind. Oft werden sie nur zu Urlaubszwecken genutzt und stehen 11 Monate im Jahr verlassen am Straßenrand. PaulCamper, ShareaCamper und Yescapa sind einige der Camper-Sharing-Plattformen.

Meine Tipps:

  • Frage zunächst im Freundes- oder Familienkreis, ob dir jemand ein geeignetes Fahrzeug leihen kann.
  • Einen Camper zu mieten ist die ideale Gelegenheit, um herauszufinden, ob dich diese Art zu Reisen überhaupt anspricht.

Mieten bei Unternehmen

Bevor du dir selbst ein eigenes Campingmobil anschaffst, das die meiste Zeit ungenutzt rumsteht, ist es ökologischer, dir einen Camper oder ein Wohnmobil zu mieten. Auf diese Art kannst du dich mit neueren Fahrzeugen vor dem Kauf vertraut machen. Außerdem findest du heraus, ob sowohl das Vanlife als auch das Fahrzeug zu dir passen. Vergleiche unbedingt vor der Buchung, was im Preis inbegriffen ist und was zur Grundausstattung gehört.

Freeway Camper aus München vermietet Camper aller Art in München, Stuttgart, Berlin, Frankfurt und Hannover. Alle Campervans erfüllen die Abgasnorm Euro-6d mit dem derzeit geringsten Schadstoffausstoß auf dem Markt.

Wer aus dem Raum München kommt, kann sich bei Zero Campers komplett elektrische Fahrzeuge mieten.

Mein Tipp:

Nachhaltige Alternativen zum Roadtrip

Nachhaltige Roadtrip-Alternative #11: Vanlife

In meinen Augen ist Vanlife die einzige nachhaltige Alternative zum Roadtrip, die einen Vanausbau und den Besitz eines Campervans rechtfertigt. Und damit meine ich Menschen, die keine Wohnung mieten, sondern dauerhaft oder langfristig im Van leben. Auf diese Weise werden die Emissionen eingespart, die bei einer Wohnung anfallen.

Dabei gilt es, die Fahrzeugbasis zu berücksichtigen. Für die Produktion von Fahrzeugen kommen massig Ressourcen zum Einsatz. Im Idealfall sollte es ein Gebrauchtwagen sein. Zu alt sollte der Campervan jedoch auch nicht sein. Die Abgasnorm kann als Orientierung genommen werden, wieviel Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen.

Die Reisegeschwindigkeit spielt ebenfalls eine entscheidene Rolle. Wer wenig Strecke zurücklegt und langsam fährt, belastet die Umwelt weniger stark. Slow travel ist der Schlüsselbegriff für langsames und bewusstes Reisen.

Wer bereits einen Roadtrip gemacht hat, weiß aus Erfahrung, dass wir mit Ressourcen im Van sparsamer umgehen. Wasser, Gas, Heizung, Strom, etc. sind begrenzt verfügbar. Da sie nicht unendlich durch die Leitung fließen, findet i.d.R. ein bewusster Umgang statt. Im Van gibt es weniger Quadratmeter zu beheizen, wenn man sich nicht ohnehin in wärmeren Gefilden aufhält. Hier bietet sich der Einsatz von Solarpanels an. Auch wenn die Herstellung der Panels und der Batterie alles andere als nachhaltig sind. Die Emissionen für die Herstellung verbessern sich jedoch, umso länger die Geräte im Einsatz sind. Zudem zwingt das Leben auf begrenztem Raum dazu, minimalistisch zu leben. Wenig kaufen und besitzen, Plastik vermeiden, Müll reduzieren und trennen, gebraucht kaufen, Verzicht auf tierische Produkte, usw. schont wiederum Ressourcen.

Die Art des Reisens, die Fahrzeugbasis und der Ausbau sowie der individuelle Umgang mit Ressourcen entscheiden darüber, wie nachhaltig das Leben im Camper ist. Unter umständen könnte diese Variante klimafreundlicher sein, als in einer Wohnung zu leben.

Mein Tipp:

  • Für die Umwelt ist es natürlich am besten, CO2-Emissionen zu vermeiden. Lassen sie sich nicht vermeiden, gilt es zu reduzieren. Für die angefallenen Emissionen ist eine Ausgleichszahlung in Klimaschutzprojekte besser, als gar nicht zu handeln. Kompensieren kannst du über atmosfair, myclimate, Klima-Kollekte und Primaklima um einige zu nennen.

Fazit: Diese nachhaltigen Alternativen zum Roadtrip gibt es, um grünen Urlaub zu machen

Trotz aller nachhaltiger Alternativen zum Roadtrip muss uns stets bewusst sein, dass Reisen an sich und Vanlife im Speziellen nie nachhaltig sein können. Wir können unseren ökologischen Fußabdruck gering halten, indem wir prinzipiell nahe Reiseziele ansteuern. Wer weiter weg reist, sollte tendenziell länger vor Ort bleiben und dafür weniger oft weg. Langsames und bewusstes Reisen liegen nicht nur im Trend, sondern schonen unsere Umwelt. Die soziale Komponente, wie der Respekt vor anderen Kulturen, aber auch das Tierwohl, dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Neben dem nachhaltigen Reisen entlasten wir die Umwelt mit einem nachhaltigen und bewussten Lebensstil.

Ich persönlich habe die besten Abenteuer erlebt, wenn ich meine Komfortzone verlassen habe. Reise also mal anders, als du es gewohnt bist!

Welche der nachhaltigen Alternativen zum Roadtrip kommen für dich in Frage? Hinterlasse mir einen Kommentar.

EDIT: Hintergrund meines Beitrags ist vor allem die Kritik daran, dass sich immer mehr Menschen ein Campingfahrzeug anschaffen bzw. ausbauen, welches die meiste Zeit ungenutzt rumsteht.

Ökologischer Hinweis: Die auf dieser Reise entstandenen CO2-Emissionen wurden über die Organisation myclimate kompensiert.

Schreibe einen Kommentar