Vanlife – Nachhaltig kochen mit Induktionskochfeld

Vanlife – Nachhaltig kochen mit Induktionskochfeld

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Vanlife – Nachhaltig kochen mit Induktionskochfeld: Ein interessantes Thema, da gerade beim Kochen sehr viel Energie benötigt wird. Wie das Kochen im Van mit Induktionskochfeld umgesetzt werden kann, das thematisiere ich in diesem Beitrag.

Die Vorteile des Kochens mit Induktionskochfeld

Für mich persönlich stand von vornherein der Reise mit meinem Van Elli fest, dass ich nicht mit Gas im Van arbeiten möchte, weder kochen noch heizen. Zum einen sorgte ich mich um die Sicherheit mit Gas loszufahren, zum anderen hatte ich immer wieder gelesen, dass es Probleme mit den Aufsätzen der Gasflaschen in unterschiedlichen Ländern geben kann.
Da ich zudem lange frei stehen wollte, war für mich klar, mit Solarenergie zu kochen. Denn dort wo ich unterwegs sein wollte, geht die Sonne nie aus!

Die Vorteile – nicht nur im Van – mit Induktionsherd zu kochen, sind vielfältig:

  • Energieeffizient, da die Energie nur an den Topf bzw. die Pfanne abgegeben wird. So verbraucht man deutlich weniger Energie als mit herkömmlichen Herdplatten.
  • Sicherheit, da die Herdplatten nicht heiß werden.
  • Geschwindigkeit, da man mit dem Induktionsherd deutlich schneller aufheizen kann.
  • Bequemer, auf Dauer kostengünstiger und sicherer, da man keine Gasflaschen benötigt.
  • CO2-neutral, wenn du mit Solarenergie kochst.

      Induktionskochfeld Van

      Die Ausrüstung im Van

      Für das Kochen mit Solarenergie benötigst du gar nicht so viel Ausrüstung, wie du vielleicht denkst. Hier stelle ich dir meine Ausrüstung vor:

      • 3 Solarpanels Monokristallin à 50 + 100 + 180 Watt = 330 Watt.
      • Solarladeregler MTTP 100/20 mit Bluetooth.
      • Lithium Ionen Batterie Lifepo4 200 Ah mit Bluetooth.
      • Wechselrichter 3.000 Watt, reine Sinuswelle.
      • Handelsübliches Induktionskochfeld 3.400 Watt.

      Zugegeben, die Anschaffung der Lithium Ionen Batterie ist der mit Abstand höchste Faktor, aber man investiert ja in eine Technik, die sehr lange hält. Um mal Zahlen zu nennen: Ich habe 1.800 € für die Batterie bezahlt. Mit Sicherheit lässt sich auch eine kleinere Batterie verwenden, aber dann muss man mehr planen, dass wirklich immer Sonne rein kommt, oder eben Außenstrom benutzen.

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      Elektronik Van Induktion
      Die Elektronik im Van. Von unten nach oben: Lifepo4-Batterie, Solarladeregler (hinten in blau), Wechselrichter, Sicherung.

      Die Nachteile des Kochens im Van mit Induktion

      Wie alles im Leben hat auch das Kochen mit Induktionsherd Nachteile. Diese sind:

      • Anschaffungskosten: Wie bereits angesprochen der höchste Posten.
      • Lithium Ionen Akkus haben insbesondere in der Herstellung eine schlechte CO2-Bilanz.
      • Anschaffung von induktionsgeeignetem Kochgeschirr. Meins war zufällig für Induktionskochfelder geeignet.

      Stellt man die Vor- und Nachteile gegenüber, überwiegen m.E. stark die Argumente, die für den Einsatz eines Induktionskochfeldes im Van sprechen. Vorausgesetzt, man hat vor, dieses System langfristig nutzen zu wollen.

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      Sparen on the raod kochen

      Die Praxis: Kochen im Campervan

      Wie kocht es sich denn nun im Van mit dem Induktionskochfeld? Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich mich für diese Variante entschieden hatte, da ich einfach supergerne koche. Den Wasserkocher konnte ich zu Hause lassen, da das Wasser im Topf wesentlich schneller als im Wasserkocher kocht.
      Ein kleines Extra stellt die Abfrage von Batterie und Solarladeregler via Bluetooth dar. So kann immer nachvollzogen werden, mit wie viel Prozent die Batterie geladen ist und wie viel Energieertrag die Solarpanels eingebracht haben.
      Der große Vorteil ist, dass man auf einem Induktionskochfeld wie zu Hause kochen kann und sich nicht groß umstellen muss. Ein bisschen muss man sich daran gewöhnen, dass es schneller als gewohnt geht!

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      Praxistest Kochen im Van

      Zufriedenheit mit Induktionsherd im Van

      Die gesamte Technik funktionierte während meiner 5-monatigen Reise einwandfrei. Beim Austausch mit anderen Vanlifern oder WohnmobilfahrerInnen hat das Kochfeld den meisten Neid erfahren. Ich hätte auch mit niemandem tauschen wollen!
      Um schlechtem Wetter zuvorzukommen, werde ich im nächsten Van jedoch zusätzlich zu den Solarpanels auf die Möglichkeit des Aufladens der Batterie während der Fahrt und eine Außensteckdose zurück greifen. Für diese Erweiterung hatte ich leider vor meinem Roadtrip nicht mehr genügend Zeit, scheint mir aber eine gute Investition zu sein.

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      Mein Fazit: Vanlife – Nachhaltig kochen mit Induktionskochfeld

      Mit dem Induktionskochfeld kocht man im Prinzip genauso wie von zu Hause gewohnt. Einmal in die Ausrüstung investiert, bleiben Spaß und Freude am Kochen lange erhalten. Ich persönlich werde für den Ausbau des nächsten Campervans auf genau dieselbe Technik zurückgreifen, da ich mehr als zufrieden war. Zusätzlich ist diese Variante nachhaltig für unsere Umwelt. So macht Vanlife Spaß!

      Gerne beantworte ich deine detaillierte Frage zur Technik in den Kommentaren.

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