Backpack vs. Campervan – ein Vergleich

Backpack vs. Campervan – ein Vergleich

Du möchtest verreisen, bist dir aber hinsichtlich der Art des Reisens noch nicht sicher? Backpack vs. Campervan – ein Vergleich soll die Vorteile von Backpacking und Roadtrip aufzeigen und dir die Entscheidung erleichtern.

Kaum ein Tag vergeht, an dem man keine Social Media Beiträge oder Fotos vom Vanlife und digitalen Nomaden liest. Das Reisen oder Leben im Campervan liegt im Trend, ob im kostengünstigen Kastenwagen, im individuell ausgebauten Sprinter oder im bereits fertig eingerichteten Wohnmobil. Aber was ist wiklich anders als beim Backpacken?

Backpacking Erfahrung hatte ich bereits aus fünf südostasiatischen sowie vier europäischen Ländern. Für die nächste längere Reise sollte es diesmal jedoch mit Van losgehen.

Nachfolgend betrachte ich die zwei unterschiedlichen Arten des Reisens, indem ich die Vorteile von Campervan und Backpack miteinander vergleiche.

Backpack Campervan Vergleich Wandern Rucksackreisende

Vorteile Backpacking

Abenteuerpotential

Abseits des Massentourismus reist der/die BackpackerIn mit dem Rucksack auf einer individuellen Route. Zwar abhängig von äußeren Einflüssen wie Unterkunft, Dusche, Toilette und Strom, fängt das Abenteuer beim Verlassen der Komfortzone erst an: Life begins at the end of your comfort zone. Man weiß nie, was einen als Nächstes erwartet.


Gesellschaft und Kultur

Als BackpackerIn ist man i.d.R. mehr in Kontakt mit anderen Reisenden und Einheimischen. So lernt man auf der Busfahrt einen anderen Backpacker kennen, mit dem man zusammen Abendessen geht. Zusammen mit der Zimmernachbarin aus dem Hostel erkundet man die Stadt,…


Keine Vorbereitungszeit

Während ein geeignetes Fahrzeug als Campervan erst angeschafft werden und ggfs. umgebaut werden muss, kann der Rucksackreisende sofort starten. Backpacker können ohne größere Vorbereitungen direkt los wandern oder sich in den nächsten Bus, Zug oder Flieger setzen.


Kein Straßenverkehr

Da ich als Backpacker selbst nicht fahren muss, brauche ich mich nicht mit dem Weg zum Reiseziel und den Staßenverhältnissen auseinander zu setzen. Der Stress der Parkplatzsuche in größeren Städten entfällt. Stattdessen kann man während der Busfahrt Pläne zum Sightseeing schmieden oder ein Nickerchen machen.

Umweltfreundlich

Wer mit dem Bus oder Zug unterwegs ist oder trampt, verbraucht mit dieser Art zu Reisen deutlich weniger CO2-Emissionen als mit dem Van. Ein Flug hingegen macht diese Bilanz wieder zunichte. Im Idealfall sucht man sich Reiseziele raus, wo man mit dem Zug oder Bus anreisen kann.


Gesundheit fördern

Wer sogar viel oder ausschließlich zu Fuß unterwegs ist, zum Beispiel den Jakobsweg wandert, der schützt nicht nur die Umwelt, sondern tut darüber hinaus auch etwas für seine Gesundheit.


Flexibel und günstig

Wer dann noch sein Zelt im Gepäck hat, ist hinsichtlich Übernachtung spontaner als jemand, der sich um eine Unterkunft kümmern muss. Außerdem ist Zelten in der freien Natur kostenlos.


Kostengünstig

Aber nicht nur hinsichtlich Unterkünfte lässt sich als BackpackerIn sparen. Die Anschaffungskosten sowie Instandhaltungskosten eines Fahrzeugs entfallen.

Minimalismus

Da man sein ganzes Hab und Gut mit sich trägt, muss man sich (die Einen früher, die Anderen später) auf das Wesentliche beschränken. Durch den Minimalismus lernt man, dass man eigentlich gar nicht viel zum Leben braucht. An das Gewicht gewöhnt man sich übrigens sehr schnell.

Backpack vs. Campervan Vergleich: atemberaubender Stellplatz

Vorteile Campervan

Mehr Komfort

Verglichen mit dem Backpacking habe ich im Campervan die Möglichkeit, deutlich mehr Sachen mitzunehmen. Meist gibt es die Dinge des täglichen Bedarfs wie Koch-, Toiletten- und Duschmöglichkeit an Bord. Umso größer das Fahrzeug, umso mehr Luxus, vielleicht nicht vom Fahrkomfort, aber vom Platz her. Ganz gleich wie viel Platz, man kann jede Nacht in sein eigenes bequemes Bett fallen.

Wetterunabhängig

Wenn das Wetter Mist ist, kann man auf einem Roadtrip jederzeit flexibel ohne große Planung einfach an einen anderen Ort fahren, wo es dann bestenfalls schöner ist. Im Vergleich zum Backpacking wird man in seinem fahrbaren Zuhause zum Glück auch nicht nass.

Freiheit

Nicht nur schöneres Wetter, sondern auch ein einsamer schöner Spot, den man gefunden hat, kann Freiheit bedeuten. Mit dem Backpack in abgelegene Regionen zu gelangen kann dagegen anstrengend sein. Im Notfall kannst du überall schlafen und bist dadurch unabhängig.

Kostengünstig

Wer frei steht, also nicht auf einem Campingplatz, spart Bares für Unterkunft beziehungsweise Campingplatz. Dieser Punkt kommt quasi dem Zelten mit Backpack gleich.

Natur

Da fahren in großen Städten für die meisten Menschen sehr anstrengend sei kann, werden bevorzugt Orte in der Natur oder kleinere Städte aufgesucht. Die Umgebung lässt sich am besten mit Wanderschuhen erkunden.

Gesundheit fördern

Viel Wandern gehen oder sogar sein Fahrrad auf Reisen dabei haben stärkt die Gesundheit und schont die Umwelt.

Kosten teilen

Wer zu Zweit (oder mehr) reist kann Geld einsparen, da die Kosten in Zusammenhang mit dem Fahrzeug geteilt werden können. Das hat auch den Vorteil, dass man sich mit Fahren abwechseln kann.

Weniger Organisation

Dadurch, dass ich auf einen Roadtrip mehr mitnehmen kann, muss ich seltener Wäsche waschen. Darüber hinaus muss ich mich nicht darum kümmern, mit welchem Verkehrsmittel ich von einem Ort zum nächsten komme. Ich sezte mich einfach ins Fahrzeug und fahre los!

Mehr Privatsphäre

Schlafsäle von Hostels haben eins nicht: Privatsphäre. Naja, jedenfalls nicht viel davon!  Ein eigenes Fahrzeug hingegen ist nichts anderes als ein kleines fahrbares Zimmer nur für sich. Aber Achtung, wer zu Zweit on the road ist kann sich auf engsten Raum schnell auf die Nerven gehen!

Backpack Campervan Vergleich Roadtrip Van

Bilanz Backpack vs. Campervan – ein Vergleich

Backpacking hat ein deutlich höheres Abenteuerpotential und benötigt kaum Vorbereitung und Budget. Ohne zu fliegen ist es die deutlich umweltfreundlichere Variante von beidem. Wer wandert und zeltet fördert seine Gesundheit und schont den Geldbeutel. Ganz klar: Als BackpackerIn darf einem viel gehen nichts ausmachen.

Auf einem Roadtrip hingegen genießt man mehr Komfort und Freiheit, ob das die Hygiene unterwegs oder die Organisation betrifft. Vor der Reise wird das Budget für den Wagen benötigt. Wer sich ein Fahrzeug selbst ausbaut, der wird wahrscheinlich länger oder öfter wegfahren. Die Bedingung für den Roadtrip: Als Camper darf dir viel fahren nichts ausmachen.

Backpack vs. Campervan – der Vergleich zeigt, dass beide Reisearten ihre besonderen Reize haben. Vom Prinzip her beinhalten Backpacking und Roadtrip verschiedene Inhalte. Während Backpacking eher bedeutet, Städte zu erkunden und in Kulturen einzutauchen, ist man mit Campervan eher in der Natur unterwegs und hat Ruhe – alleine oder mit ReisepartnerIn.

Es stellt sich also die Frage, wie du reisen möchtest, aber nicht zuletzt auch, wie viel Budget du hast. Aus diesem Grund ziehen inbesondere jüngere Generationen nach dem Abschluss mit dem Backpack los.

Solltest du dich nach dem Vergleich Backpack vs. Campervan für den Roadtrip entschieden haben? Hier noch ein Tipp: Bevor du anfängst, dir monatelang ein Fahrzeug auszubauen, du dir aber nicht 100 % sicher bist, ob ein Raodtrip überhaupt das Richtige für dich ist, leih dir erst einmal einen Wagen für einen Probeurlaub!

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Die optimale Packliste für deinen Backpack findest du hier und hier bekommst du Tipps, wie du sparen auf Reisen kannst.

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